Keine Bildung mit angezogener Handbremse

Autohaus unterstützt Schüler aus finanzschwachen Familien mit Stipendien

Stipendium Stieler
Juniorchef des Autohauses Thomas Stieler, Fachbereichsleiterin für Jugend, Beratung und Bildung Katja Glybowskaja und Schulleiter Arno Lange

 
Jena.
Die Stieler-Gruppe in Jena fördert die Bildung zweier Schüler der Freien Ganztagsschule Leonardo. In diesem und im nächsten Schuljahr unterstützt das Autohaus den Leonardo Bildungsfonds mit zwei vollen Stipendien. In der diesjährigen und in der fünften Klasse im nächsten Jahr wird es je einen Stipendiaten geben. Eine kleine aus Lehrern und Elternvertretern bestehende Kommission wählt die Kinder aus, die bis zum Ende ihrer Schulzeit Zuwendungen erhalten. AWO-Vorstandsvorsitzender Frank Albrecht erklärt: „Die Stipendien werden nicht zuallererst personenbezogen vergeben, sondern nach sozialer Situation der Schüler.“ Schließlich dürfe die Leonardo-Schule nicht im Ansatz soziale Ausgrenzung zulassen, so Albrecht.
Insgesamt sechs Jahre lang übernimmt das Autohaus die Kosten für das monatlich anfallende Schulgeld von 120 Euro. Juniorchef Thomas Stieler findet das Projekt „höchst interessant“. „Schließlich ist Bildung das, was Zukunft hat“, so Stieler. Er hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit den geförderten Kindern und ist gerne bereit, den Schülern der Freien Ganztagsschule Leonardo ein Praktikum im Autohaus zu ermöglichen. Sogar eine Perspektive für eine Ausbildung ist denkbar. Genau das ist es auch, was Albrecht sehr begrüßt: den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben.
Der Schulleiter Arno Lange freut sich über den 2007 durch die AWO ins Leben gerufenen Bildungsfonds ebenso wie über das Engagement des Juniorchefs Thomas Stieler. Lange, der in reformpädagogischen Schulen in Europa und darüber hinaus hospitiert hat, sieht eine wesentliche Herausforderung und Bereicherung der pädagogischen Arbeit in der Integration und sozialen Mischung der Schülerschaft.
Die Freie Ganztagsschule Leonardo besteht seit 2007. Derzeit umfasst sie drei Klassen mit je 15 Schülern. Die in Trägerschaft der AWO befindliche Regelschule verfolgt ein reformpädagogisch inspiriertes Unterrichtskonzept. (ami)

Zurück